
Das lange Pfingstwochenende vom 22.05. bis zum 26.05. haben wir gemeinsam mit den anderen Stämmen aus dem Bezirk auf dem Gelände des Heideheims in Bissendorf verbracht. Als Motto standen in diesem Jahr die bunten 80er Jahre auf dem Programm, daher mussten alle einmal tief in den Kleiderschrank greifen, um passende Kleidung zu finden. Wir sind in zwei Gruppen angereist: Die einen mit den Öffis, die anderen haben die rund 22 Kilometer mit dem Fahrrad bewältigt. Die erste Gruppe strandete leider am Bahnhof Langenhagen, da die S-Bahn nicht mehr fuhr. Doch auch hier funktionierte die gegenseitige Unterstützung der Stämme untereinander und nach einer Weile wurde das Dutzend Bahnfahrer eingesammelt und zum Gelände gefahren. Dort wurden gemeinsam mit den Radfahrern und den anderen Mitarbeitenden die Jurten und Kohten aufgebaut und anschließend zusammen gegessen. Danach sind alle nach einem langen und anstrengenden Sommertag in die Schlafsäcke gekrabbelt.
Am ersten Tag erlebten wir nach dem gemeinsamen Frühstück mit Pancakes eine Überraschung, als das Programm des Lagers begann: Ein genialer, aber etwas schusseliger Wissenschaftler hatte nicht nur uns aus den 1980er-Jahren, sondern auch Wikinger, Römer, Ägypter sowie Menschen aus der Zukunft und dem Mittelalter und sogar einen Dinosaurier mittels einer Zeitmaschine ins Hier und Jetzt befördert. Doch einfach zurückschicken konnte er die vielen Leute nicht: Die Zeitmaschine war total kaputt, nachdem der Dino hindurchgegangen war. Als sich das anfängliche Durcheinander gelegt hatte, beschlossen die Vertreter der verschiedenen Epochen gemeinsam, die Maschine zu reparieren. Um den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Epochen zu stärken, konnten die Kinder zunächst verschiedene Bastel-Workshops ausprobieren. In unserem Lager wurde eifrig mit Farbe gearbeitet: Beim Batiken wurden weiße T-Shirts und Beutel mit verschiedenen Farben gestaltet. Dabei entstanden viele tolle Muster und Motive. Zum Abschluss haben wir sogar noch drei Hängematten mit dieser Technik verziert.
Abends fuhren wir dann zu unserer Hütte nach Bissendorf, um dort die Aufnahmen von Gruppenkindern in die nächsten Stufen durchzuführen. Unsere Wanderfalken wurden nach verschiedenen Aufgaben und Fragen in die Pfadfinderstufe aufgenommen und tragen nun ihr Halstuch mit dunkelgrünem Rand. Auch einige Schneeulen wurden aus der Kinderstufe in die Jungpfadfinderstufe aufgenommen und bekamen ihr Halstuch mit orangem Rand. Den Abend ließen wir mit einem Liederabend am Feuer ausklingen.
Am nächsten Morgen begann nach einem Gottesdienst auf der Wiese des Geländes die Reparatur der Zeitmaschine. Dafür wurden Gruppen mit Kindern aus allen Stämmen gebildet, die jeweils von einem Kind geleitet wurden. In diesen Gruppen wurden alte Zeltplanen mit bunten Farben und allen möglichen Gegenständen bemalt. Im Anschluss mussten die Gruppen bei einem Geländespiel im Wald Zeitkristalle sammeln, um die Zeitmaschine wieder in Gang zu bringen. Dabei galt es jedoch, sich nicht von den Zeitwächtern fangen zu lassen, die die Zeitkristalle hüteten. Danach waren alle Teilnehmenden ziemlich geschafft, obwohl das Spiel im kühleren, bewaldeten Teil des Geländes stattfand. Umso besser, dass sich abends alle beim „Abend der offenen Töpfe“ wieder mit verschiedenen leckeren Gerichten stärken konnten. Wir haben den Tag dann mit einem gemeinsamen Jurtenabend, Stockbrot und Tee abgeschlossen.
Am Pfingstmontag wurde zuerst die nun wieder funktionierende Zeitmaschine genutzt, um einige Gruppen aus der Kinderstufe wieder nach Hause zu schicken, bevor die Kinder in gemeinsamen Workshops mehr über das Pfadfindern, dessen Inhalte sowie über die Kinder aus den anderen Stämmen lernten. Um der Hitze zumindest etwas zu entgehen, gab es am Nachmittag verschiedene Wasserspiele, sodass alle wieder etwas Abkühlung bekamen. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Liederabend in großer Runde auf der Wiese beschlossen.
Der letzte Morgen des Lagers begann mit einem Restefrühstück und dem Zusammenpacken der Sachen. Beim Abschlussprogramm gab es dann die gute Nachricht: Die Zeitmaschine funktionierte wieder und so konnten alle Teilnehmenden auch in ihre Epochen zurückgeschickt werden. Nach einem gemeinsamen Abschlusskreis mit Danksagungen an die vielen engagierten Menschen, die zum Gelingen des Lagers beigetragen haben, ging es an den Abbau der Zelte und das Einladen der Materialien. Die Abreise erfolgte wieder in zwei Gruppen mit Bus und Bahn sowie dem Rad – diesmal kamen beide Gruppen aber wieder pünktlich in Garbsen an. Nach dem gemeinsamen Ausladen der Materialien endete die Fahrt mit einem Abschlusskreis. Wir hatten trotz der hohen Temperaturen viel Spaß, tolle Momente und eine schöne gemeinsame Zeit mit den anderen Stämmen.
